• 08 FEB 09

    Der Monat März steht bundesweit im Zeichen der Darmkrebsvorsorge.
    Das seit Oktober 2002 durchgeführte Darmkrebsvorsorgeprogramm (Motivation und Vorsorgedarmspiegelungen) ist das erfolgreichste Vorsorgeprogramm in der Geschichte der bundesdeutschen Medizin. Für Ende März ist eine Informationsveranstaltung in der AOK Tübingen mit den Gastroenterologen Prof. Jakober, Tübingen, Dres. Eisold, Mössingen und Dres. Dreher u. Nagel, Rottenburg für den Kreis Tübingen geplant. Termin wird noch bekanntgeben.

    Es gelingt mit der Vorsorgedarmspiegelung mittlerweile ca 75% aller entdeckten Darmkrebse in einen Stadium zu entdecken, in dem die alleinige Operation die Heilung bringen kann.

    Obwohl schon sehr viele Menschen sich einer Untersuchung unterzogen haben, ist es dringend notwendig, noch viel mehr Patienten zur Vorsorge zu motivieren. Es lohnt sich. Angst vor der Untersuchung ist heutzutage nicht mehr notwendig, da die Untersuchung bei Bedarf komplett schmerzfrei durchgeführt werden kann. Die Untersuchung wird ab vollendeten 55. Lebensjahr von den Krankenversicherungen bezahlt und empfohlen.

    Welche Ergebnisse sind zu erwarten? Bundesweit werden  bei den Darmspiegelungen bei ca. 1-1.5% aller Untersuchungen Darmkrebse entdeckt. Bei 8% werden Polypen mit schon deutlichen Veränderungen abgetragen (hochgradige Veränderungen, aber noch kein Krebs) und bei insgesamt ca. 20 – 25% der Untersuchungen werden Polypen, potentielle Krebsvorstufen entdeckt und in gleicher Sitzung abgetragen.

    Diese Ergebnisse sind absolut überzeugend und liegen um den Faktor 100 höher, als bei der Brustkrebsvorsorge.

    Darmkrebsvorsorge lohnt sich für Sie und andere. Bitte motivieren Sie auch Verwandte, Bekannte oder Berufskollegen. Das Ziel ist, dass jeder vier andere Menschen zur Untersuchung motivieren sollte, vor allem auch die Männer. Hier besteht Nachholbedarf.